| Tony Allen: "Secret Agent" |
Der 1940 in
Lagos (Nigeria) geborene Tony Allen, brachte sich im Selbststudium das
Schlagzeugspielen bei, indem er zu Platten von Art Blakey (The Jazz
Massengers), Max Roach und Gene Krupa spielte. Im Jahr 1960 begann er als professioneller
Musiker - im Bereich Jazz - zu arbeiten. Heute lebt Tony nach Aufenthalten in
den Staaten und London in Paris und gehört dort zu den international
interessantesten afrikanischen Drummern. Gemeinsam mit Flea Anikulapo Kuti
kreierte er den Afrobeat (mit James Brown Einflüssen) der sich in Afrika zu
einer dominanten Kraft entwickelte. Sein neuestes Album „Secret Agent“
beinhaltet afrikanisch-amerikanischen Funk-Jazz mit westafrikanischen Rhythmen.
Allen schrieb zusammen mit seinem Keyboarder und Arrangeur Fixi die gesamte Musik auf dieser CD. Allen
sagt von sich selbst, dass er wie ein Drummer die Musik komponiert hat und so ist es auch gerade der Rhythmus, der
das Herz dieses Albums bildet. Die Sprache auf dem Album reicht von Yoruka,
Broken English, English bis zu Orobo. Die Band besteht aus dem Gitaristen
Claude Dibongue, dem Tenor-Saxophonisten Jean Jacques Elangue, dem Bassisten
Rody Cereyon, dem Trompeter Nicolas Giraud, dem Posaunisten Simon Andrieux, dem
Bartion-Saxophonisten Yann Jankielewicz, dem Percussionisten Yinka Ogunye, dem
Keyboarder Fixi. Am Background-Gesang finden wir: Deborah Ohiri, Shade Orobiyi,
Michael Okorie, Soji Adetona, Bola Kamson, Kefee Obareki, Orobiyi Adunni aka
Ayo und Bola Dumoye aka Switch. Das Album besteht aus elf erstklassigen Songs,
die alle zusammen ausgezeichnet arrangiert sind. Für Tony Allen bedeutet die
Afro-Beatmusik eine Art „Rebellenmusik“ gegen das Regime in Nigeria und soll
somit auch als eine Nachricht an die Regierung in Lagos verstanden werden. Für
Tony Allen ist die Musik auch eine Mission, die immer andauert und nie ein Ende
findet. Die Musik hat etwas Spirituelles und besitzt auch sehr viel Magie!
Fazit: das Album ist sehr hörenswert und auch eine besondere Empfehlung wert. Die CD ist sehr gut produziert und der Sound
ist auch erste Klasse – kurzum ein Leckerbissen!
Christian Lechthaler / Stephan Koler
Content:***
Produktion:*** |