Europa
Effekt-/Geräuschinstrumente
Der Waldteufel gehört wie z.B. die Cuica zu den Friktions-(Reibungs)instrumenten. Im Klang erinnert das Instrument an das Löwengebrüll und ist in englischer Sprache als "lion's roar" bekannt. Der Waldteufel besteht aus einem Zylinder aus Metall oder Holz, wobei eine Öffnung mit einem dünen Fell überspannt ist. In der Mitte des Fells ist eine dünne Schnur eingelassen. An deren Ende ist ein kurzer Holzstab festgebunden. Der Holzstab weist eine Einkerbung auf. Diese wird angefeuchtet. Dreht man nun den Holzstab bei gleichzeitigem Ziehen der Schnur, produziert die Reibetrommel sowohl bekannte als auch ungewöhniche Klänge.
SoundLöwengebrüllCuicaAfrika
Schlagidiophone

Die Waterdrum besteht aus einer großen, mit Wasser gefüllten Kalebassenschale, in der eine kleinere Kalebassenhälfte mit dem "Bauch" nach oben schwimmt. Durch Schläge auf die schwimmende Kalebasse entstehen bauchige, lange nachschwingende Klänge, deren Höhe durch Veränderung des Wasserspiegels in der großen Kalebasse variiert werden kann. Die Waterdrum wird hauptsächlich von Frauen des Senuto-Stammes in Westafrika gespielt, die damit ihre alltäglich benutzten Haushaltsgegenstände als Klanginstrumente verwenden. Mit ihren ungeahnten warmen und tiefen Basstönen ist die Waterdrum ein faszinierendes Instrument, das eine mächtige Wirkung hat. Die beiden größeren Kalebassenschalen werden zu drei Viertel mit Wasser gefüllt und die kleineren mit dem Rand nach unten auf diese Wasseroberfläche gesetzt. Mit vier Waterdrum-Basstönen kann musiziert werden, wenn für alle vier Kalebassenschalen geeignete Wasserbehältnisse zur Verfügung stehen. Stimmbar sind die Töne der Waterdrum durch Verändern des Wasserspiegels im Inneren der Schalen. Mit diesem außergewöhnlichen Instrument lassen sich perkussiv-bassige Sounds von erstaunlicher Ausdruckskraft erzeugen.
SoundEuropa
Effekt-/Geräuschinstrumente

Das Waterphone besteht aus einem Edelstahl-Klangkörper, an dem ringsherum verschieden lange Stäbe angebracht sind. Das Füllrohr in der Mitte dient gleichzeitig als Haltegriff. Der Korpus wird teilweise mit Wasser gefüllt, wobei der Füllstand den Grundklang beeinflusst. Durch Streichen mit dem Bogen oder sanftes Anschlagen der Stäbe werden die Töne erzeugt, wobei man durch schwenken des gefüllten Korpus die typischen "Unterwasser-Sounds" erzeugt. Das Instrument bietet eine Vielzahl an Klangvariationen und kann sowohl percussiv als auch zu atmosphärischer Klanguntermalung eingesetzt werden. Das Waterphone ist ein ganz besonderes Instrument mit ungewöhnlichem, ätherischem Sound. Das Waterphone besteht aus Stahl oder Bronze, sein Resonanzkörper ist mit Wasser gefüllt, den Kranz von Stäben schlägt man mit Schlägeln oder streicht ihn mit einem Bogen. So entstehen fast unirdische Töne, seltsame Wasserechos. Das Instrument wird in Filmmusiken eingesetzt, zum Beispiel für die Sounds bei "Poltergeist", aber auch Tom Waits und Miles Davis haben mit dem Waterphone gearbeitet. Entwickelt wurde das Instrument 1967 von dem kalifornischen Multimedia-Künstler Richard Waters. Man kann es in die Familie der tibetanischen Wassertrommel, der afrikanischen Kalimba bzw. der Stift- und Nagelvioline (16. Jahrhundert) einordnen.
SoundEuropa
Schlagidiophone

Der Woodblock ist ein rechteckiger Hohlkörper aus Palisander. Es werden zwischen ein und fünf Blocks gefordert. Der Woodblock klingt nicht überall gleich. Am schönsten tönt er mit Xylofonschlägeln. Bei einem unbekannten Instrument sollte man zuerst ausprobieren, wo die beste Anschlagstelle ist. Ich konnte oft Schlagzeuger beobachten, die den Woodblock mit Kleinen Trommel-Schlägeln traktieren. Es ist eine Allgemeinregel, dass der Schlägel weicher als das Instrument sein muss. Im andern Fall leidet das Instrument. Der Klang des Woodblocks ist durchdringend, wie ein Klopfgeräusch.
SoundHolzblock