Südamerika
Rasselinstrumente

Die industriell gefertigte Cabasa stammt vom Originalinstrument namens Afuche ab, einem Hohlkürbis mit eingeschnitzter Oberflächenstruktur und Perlnetzumspannung. Die Cabasa hingegen besteht aus einem hölzernen Handgriff mit zylinderförmigem Kopfteil und umliegendem Profilblech. Das Blech ist von eng gesetzten Metallperlenketten umgeben, die exakte, feinperlige und rauschende Sounds ermöglicht.
SoundAfoxéShekereSüdamerika
Fellmembranophone

Brasilianische Form der Marschtrommel. Caixa (auf portugiesisch: Kiste) oder Tarol sind die brasilianischen Namen für die Snare-Drum, Marschtrommel oder auch kleine Trommel. Der Ursprung dieser Trommel ist natürlich in der europäischen Marschmusik zu finden. Die synkopierten Rhythmen, die auf ihr beim Samba gespielt werden, weisen jedoch auf ein afrikanisches Erbe hin. Meist wird die Caixa wie eine Surdo umgehängt und mit zwei Sticks in der Mitte des Fell gespielt, hauptsächlich Rim-Shots und "Press-roll". Die Spiralen auf der Unterseite bleiben locker gestellt. Eine Rahmentrommel, die an beiden Enden mit einem Kunstfell bezogen ist, wobei am unteren Fell auf der Außenseite mehrere Metallseiten /Snarrseiten gespannt sind. Gespielt wird mit zwei Sticks / Holzschlägeln. Das Instrument hängt an einem Gurt um die Hüfte. Die Caixa spielt einen durchgehenden "Teppich" von betonten und unbetonten Schlägen. "Durch eine gekonnte 3-zu-4-Verschiebung im Rhythmus wird allerdings jedes geordnete Marschieren unmöglich gemacht" Sie entspricht unserer kleinen Trommel und besteht aus einem zylindrischen Kessel aus Aluminium, der folgende Größen haben kann: 12x5" und 14x3 bis 7". "Es gibt noch verschiedene zusätzliche Namen, wie Tarol, Malacatcheta, Caixa de guerra, Caixa Repique. Deren Zuordnung zu einem bestimmten Äußeren ist aber nicht immer einheitlich. Die heutzutage in den großen Batucadas in Rio benutzte Ausführung ist diejenige, bei der über das Schlagfell 2-4 alte Gitarrenseiten gespannt sind, die der Trommel eine eher harten und groben, aber extrem trockenen Klang verleihen." "Geschlagen wird sie ganz normal mit zwei Trommelstöcken; allerdings weisen die Rhythmen oft sehr unorthodoxe Handfolgen auf. Hand zu Hand wird eher selten gespielt. Die Trommel kann entweder vor dem Körper oder im Arm (caixa em cima) getragen werden. Die Caixas tragen mit ihren von Schule zu Schule variierenden Patterns ganz wesentlich zum individuelllen Gesicht jeder Batucada bei. Meist werden zwei, manchmal auch drei verschiedene Stimmen gespielt (von bis zu 20 Trommeln pro Stimme!), die auf 16tel-Basis jeweils verschiedene Akzentuierungen spielen. Bei den nordbrasilanischen Stilen (Samba-Reggae, Forró, Maracatu etc.) findet die uns geläufigere Version mit normalen Schnarrsaiten (Drahtspiralen) auf der Trommel-Unterseite Verwendung." Meist wird auch nur mit ein bis zwei Caixas besetzt.
SoundKleine TrommelSüdamerika
Instrument mit unbestimmter Tonhöhe

Wie viele der Schlaginstrumente stammt das Cajón (sprich: Ka-chon) aus Lateinamerika: In der Kolonialzeit entdeckten die Sklaven Holzkisten als Trommelersatz. Die einfachen Instrumente eroberten rasch Lateinamerika, Afrika und Europa. Mitte der siebziger Jahre kam der große Durchbruch in der spanischen Flamenco-Musik; das Cajón wurde neben Bongos und Congas zum zentralen Rhythmusinstrument. Hergestellt wird das Cajón, das aussieht wie eine simple Holzkiste, aus zwei verschiedenen Holzarten: Der Corpus besteht aus mehrschichtigem Furnierholz, für die beiden Spielflächen verwendet man ein spezielles Sperrholz. So erhält das Cajón seinen außergewöhnlichen und interessanten Klang.
SoundEuropa
Schlagidiophone

Castagnetten gibt es seit mindestens 2000 Jahren. Oft werden sie auch Klappern oder Fingerzimbeln genannt. Sie waren im antiken Griechenland und in der ägyptischen Kultur sehr verbreitet. "Castagnetten" kommt vom spanischen Wort "castana". Sie sind zwischen 5 und 15cm gross, werwden in der Hand gehalten und werden aus Metall-, Hartholz oder Nussschalen gefertigt. Oft werden die Castagnetten von den Tänzern selbst gespielt, wobei sie in jeder Hand ein Paar halten.
SoundKastagnettenSüdamerika
Rasselinstrumente

Caxixis sind Korbrasseln. Trifft beim Spielen die Füllung aus Körnern, Samen o.ä. auf den eingeflochtene Boden (Kürbisschale, Leder Kunststoff), dann entstehen besonders scharfe Schläge. Dadurch ist sehr akzentuiertes "Shaken" möglich. Fehlt dieser Boden wie bei diesen abgebildeten Caxixis aus Raffiageflecht, dann klingen sie weniger hart und man kann sie auch wie Maracas spielen. Kleiner, geschlossener, mit Samenkörnern gefüllter Weidenkorb, der beim "Capoeira" und anderen brasilianischen Stilen als Shaker benutzt wird. Im ursprünglichen Sinn wird das Caxixi (gespr.: Kaschischi) als Rhythmus- und Klangoption zur brasilianischen Berimbau (Musikbogen) gespielt. Mittlerweile aber haben sich die vielfältigen Caxixi-Versionen weitgehend verselbstständigt und werden in der Regel als Shaker-Effektinstrumente eingesetzt. Neben einem weich klingenden Schüttel-Sound können auch akzentuierte Klänge erzielt werden.
SoundBerimbauShaker (engl.)ShekereAsien
Fellmembranophone

Koreanische Trommel, die umgehängt und mit Stöcken gespielt wird. Die Changgo, wegen ihrer Form auch Stundenglastrommel genannt, wird aus einem Stück Paulowniaholz gedrechselt. Sie ist die führende Trommel in verschiedenen koreanischen Musikstilen. In der Mythologie wird sie mit dem Regen in Verbindung gebracht. Sie wird mit einem dicken und einem dünnen Bambusstick gespielt.
SoundSüdamerika
Rasselinstrumente

Der brasilianische 'Shaker' ist als ein Schüttelrohr vermutlich indianischem Ursprunges und wird Ganza oder Chocalho genannt. Er unterstreicht den Samba-Groove und hält ihn im Fluß, Über allen Instrumenten liegt der Klangteppich des Chocalho. Das Chocalho ist meist ein länglicher Zylinder aus Metall - oder es besteht aus mehreren solchen Zylindern, die miteinander verbunden sind und mit Kieselsteinen, Reis, Sand, Erbsen oder ähnlichem gefüllt worden. Es gibt sie in vielen Varianten, auch aus Holz oder Rohrgeflecht (= Caxixi, welches anders als die Chocalho in der "Backsstriketechnik" gespielt wird). Eine weitere Form des Chocalho ist nur noch ein Rahmen aus Holz oder Metall mit mehreren Reihen von Schellen wie von einem Schellenring (=Rocar). Je nach Größe des Chocalho spielt man es mit ein oder zwei Händen. Es wird auf Schulterhöhe vom Körper weg und zurück gespielt. Man kann mit den Armen gleichmäßig die Sechzehntel spielen und die Betonung mit einer zusätzlichen Bewegung der Handgelenke machen.
SoundTuboShaker (engl.)